kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

# Hier kannst Du schildern, wie es Dir aktuell geht
# Oder was Du heute gemacht hast
# Was Dir Kummer oder Freude bereitet
# Der Mitmach-Blog ohne Themenvorgabe

kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon Amparo » Donnerstag, 03. Januar 2013, 15:36:56

In einem Link von Dr. A. v. P. aus K. kann man folgendes lesen:

"Kritische Betrachtungen zur Interdisziplinarität von CMD-Behandlungen

Es gibt ihn, den CMD-Patienten, dem nur unter Hinzuziehung anderer ärztlicher Disziplinen zu helfen ist. Angeborene oder erworbene, schwere Haltungsschäden, die die gesamte Statik des Körpers beeinflussen, fallen hierunter. Schwere psychische Beinträchtigungen ebenso. In diesen Fällen ist immer ein Spezialist des entsprechenden Fachgebietes hinzuzuziehen, um einen Gesamtüberblick über die CMD-assozierte-Erkrankung zu erhalten. Diese Patienten machen aber den mit Abstand geringsten Teil der CMD-Patienten aus.

Der "normale" CMD-Patient hat in der Regel eine viel einfachere Krankengeschichte! Dieser Patient leidet an einer Störung der statischen und/oder dynamischen Okklusion, oder einfacher ausgedrückt: Sein Biss stimmt nicht. Um dies zu erkennen, bedarf es in der Regel nicht wie vielfach dargestellt, ausgedehnter fachärztlicher Untersuchungen aller denkbaren Fachrichtungen. Bedauerlicherweise greift zunehmend ein Trend um sich, der sich als "Gesamtheitlicher Ansatz" bezeichnet und dadurch gekennzeichnet ist, dass interdisziplinäre Netzwerke unterschiedlichster Fachrichtungen aufgebaut werden.

Nicht selten gewinnt man den Eindruck, dass es hier vorrangig darum geht den Patienten innerhalb des Netzwerks möglichst viele der Beteiligen mit Patienten zu versorgen. Statt zu prüfen, ob die letzten Kronen, die etwa zeitgleich mit dem Beginn der Beschwerden eingegliedert wurden, möglicherweise nicht fachgerecht angefertigt wurden (Hervorhebung von mir)werden interdisziplinäre Überlegungen angestellt, ob die unterschiedlich langen Beine oder die Psyche des Betroffenen erkrankt ist, weil er mit diesen Störungen nicht klar kommt. Dieser interdisziplinäre Ansatz hat inzwischen oftmals jede wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnis hinter sich gelassen.

Es erscheint offensichtlich einfacher die Fehler beim Patienten zu suchen, und in dessen Unfähigkeit nicht fachgerecht erbrachte zahnärztlicher oder kieferorthopädischer Leistungen weiter zu tolerieren, als die eigentliche Ursache heraus zu finden und beim Namen zu nennen. Das alle, die sich im Netzwerk befinden, dem Patienten versichern, anders ginge es gar nicht, gehört mit zu dieser Geschichte. Die Wahrheit im XXX ist häufig die, dass ein großer Teil der Patienten, der hierher findet, bereits
als "austherapiert" gilt und von allen Facharztrichtungen ergebnislos untersucht wurde." Ende Zitat
Zuletzt geändert von Insel am Sonntag, 05. November 2017, 11:03:41, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Klarnamen entfernt; Ort gekürzt
Amparo
Bekanntes Mitglied
 
Beiträge: 305
Registriert: Dienstag, 04. September 2012, 19:16:58

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon Snowheart » Donnerstag, 03. Januar 2013, 20:14:27

Interessanter Beitrag, danke! :)
Mir gehts momentan genauso, ich hoffe wirklich ganz stark dass die "CMD-Experten" sich mal um meine Füllungen kümmern und meinen Biss OHNE Schiene mal prüfen (das merk selbst ich schon dass der wieder schief ist und ich auf einer Seite höher beiße als auf der anderen) anstatt zu behaupten dass sich mein Schwindel in den Ferien bestimmt verbessert weil ich mich da erholen kann...(ähm das hat sich erst etwas gebessert seit ich die Schiene weggelassen hab) oder dass die Osteopathie Schuld ist dass die Schiene nicht passt "weil sich da ja auch immer vieles verändert". :D :o
LG
Snowheart
Snowheart
Bekanntes Mitglied
 
Beiträge: 102
Registriert: Donnerstag, 29. November 2012, 12:37:29

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon Amparo » Donnerstag, 03. Januar 2013, 23:16:07

Hallo Snowheart,

"leider" ist dies mittlerweile der übliche Behandlungsweg und wie auch schon viele Betroffene erfahren mussten nicht immer zielführend, wenn die Ursache nicht beseitigt wurde. Es ist sicherlich nicht immer einfach die Ursache zu finden, aber eben so wie in dem Link beschrieben, wenn die Probleme zeitgleich mit Behandlung der Zähne auftreten, evtl. einen Zusammenhang damit herzustellen.


Osteopathie

Leider geht in vielen Fällen der Effekt nach kurzer Zeit wieder verloren, da die negativen Impulse wegen der Fehler im Kausystem die
positiven Veränderungen der Osteopathie teilweise oder vollständig rückgängig machen. Zitatende

Viele Grüße

Amparo
Amparo
Bekanntes Mitglied
 
Beiträge: 305
Registriert: Dienstag, 04. September 2012, 19:16:58

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon dentine » Freitag, 04. Januar 2013, 15:04:16

@alle

ich möchte mich euch anschließen.......
Psychomäßig völlig austherapiert....kaum einer kann mit diese Stundenzahl mithalten....noch nicht mal Lehranalytiker....wer telelfoniert nicht mit der empfohlen Psychotherapeutin der ZA.
warum wohl...weil er dann in Erklärungsnot geriete ...denn laut ZA-Psychtherapeutin bin ich völlig austherapiert.
Wer gibt wichtige Bücher zum Geldverdienen mit einem Physiotherapeuten heraus...u. schickt einen nicht hin ...der ZA.....
wer schmeißt einen aus der Behandlung -wenn man nicht zu "seinen" Interdisziplinären "Geschäftfreunden" geht: (Weil man vielleicht einen netteren,kompetenteren,billigeren,nicht so weit entfernten hat).... der ZA/KFOler
wer beginnt keine Behandlung wenn nicht noch eine Psychtherapie erfolgt? der ZA-warum wohl?...weil dann keine Erklärung für seine Erfolglosigkeit da ist...wo er/sie es auf die Psyche schieben kann u. das dann vom Interdispl. "Geschäftsfreund" abgesegnet wird

Auch eine weitere Erfahrung von mir.....alleine wären sie noch zu einer Behandlung bereit......komisch wenn dann 2 sich wirklich unterhalten...ist das vielleicht auch schon gestorben u. es kommt keine Behandlung zustande. Warum?
Weil sie einzeln erlebt die Behandlung(Ihre ) für unwahrscheinlich wichtig halten...wie meine Osteopath...sich dann aber in der Unterhaltung mit ihren "Zuschachern" über das Rehling hinauslehnen...
und sich "freundschaftlich-geschäftlich) beraten u. vorwarnen...nach dem Motto:
die lieber nicht ..zu schwierig....da handelst du dir nur Ärger ein...:so auf dem Niveau muss das ablaufen ,schon 2x mal erlebt.

Und abjecken bei wem du schon warst....obwohl das ja nichts an deiner aktuellen Situation des Bisses ändert.....warum wollen sie das soooo dringend wissen..????....
um zu schauen....kenn ich jemanden..liefertder gute oder schlechte Arbeit..werde ich das dann als 5ter ZA schaffen...einen anderen Sinn gibt es dafür nicht.....als eine Einschätzung eines Erfolgs eher Nichterfolgs vorzugreifen......u. dich wieder zur Tür raus zu komplementieren...also immer schön lügen....sonst findest du keinen Behandler...

LG dentine
dentine
Bekanntes Mitglied
 
Beiträge: 812
Registriert: Samstag, 01. September 2012, 21:51:35

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon Jackie » Samstag, 05. Januar 2013, 18:50:24

Ich kann leider nicht beurteilen, ob eine interdisziplinäre Behandlung gut oder schlecht ist, da Interdisziplinarität bei mir so aussah:
Zahnarzt überweißt zu Physiotherapie und schleift danach die Schiene ein, aber Physiotherapeut hatte die Muskeln überhaupt 0% gelockert.
Zahnarzt überweißt zu Physiotherapie und ignoriert es völlig, dass der Physio sagt, die Schiene sitzt nicht.
Zahnarzt sagt zu Physio Behandlung mit Schiene im Mund, Physio ignoriert das.
Zahnarzt schleppt mich zur 4d-Wirbelsäulenvermessung beim Orthopäden (cool, denen scheint es gelungen zu sein die vierte Dimension zu finden :roll: ) und erklärt mir nachher wie unsinnig das alles ist und das der Kollege ein Idiot ist und er mit dem Ergebnis nix anfangen kann.
Aber alle hatten sich Interdisziplinarität auf die Fahne geschrieben...

Die von P. und E. sind zwar durchaus interessant, aber frage ich mich, ob P. nicht deshalb gegen Interdisziplinarität ist, weil die Behandlung bei ihm ja schon über 2000 Euro kostet und die meisten Patienten wohl für Osteopathie und Co bei den Preisen kein Geld mehr haben!?!?

Ich weiß mittlerweile nicht mehr was ich glauben soll und das ist das Einzige, was ich definitiv weiß. Aufsteigende, absteigende Problematik... Besserung nur in Kombination mit Physio... Physio alleine bringt nix, weil Biss wieder alles kaputt macht... Stress ja, Stress nein... blabla

Aus Erfahrung würde ich auch sagen, dass Physio/Oste nix dauerhaft bringt, wenn der Zahnarzt den Biss nicht in den Griff kriegt, aber diese Erkenntnis hilft mir auch nicht weiter, wenn die zigste Schiene nix bringt. Also doch an andere Ursache glauben? Wieder suchen, probieren, etc.? Ich mag das nicht mehr, echt ich weiß nicht, wie man aus dem Teufelskreis rauskommt...
Zuletzt geändert von Insel am Sonntag, 05. November 2017, 11:07:02, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Behandlernamen entfernt
Jackie
Mitglied
 
Beiträge: 11
Registriert: Sonntag, 09. Dezember 2012, 17:53:17

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon Nuuli » Samstag, 05. Januar 2013, 21:40:34

@Jackie

Sag mal, seit wann haste denn die Schiene? Geht's gar nicht mit der Schienentherapie vorwärts?

Nuuli

P.S.: Wann hast Du denn den Termin beim Schmerztherapeuten?
Nuuli
 

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon dentine » Sonntag, 06. Januar 2013, 00:51:04

@Jackie

das alles passt in mein Bild...jeder kocht von diesen Interdiszipl. Freaks irgendwie immer sein eigenes Süppchen......da ist nix abgestimmt.
Ich weiß nicht ob das für alle beteiligten Behandler ein Zeitproblem ist...aber wenn man es anbietet sollte man es auch so ausführen
ich kenne übrigens nur eine 3-D Vermessung -gibt es auch eine 4 D-Vermessung?...die geht übrigens nicht bis zum KG..sondern hört am Hals auf (die 3-D Vermessung)....

LG dentine
dentine
Bekanntes Mitglied
 
Beiträge: 812
Registriert: Samstag, 01. September 2012, 21:51:35

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon Jackie » Montag, 07. Januar 2013, 20:41:14

@ Nuuli: Wäre schön, wenn es nur DIE Schiene wäre, es sind, lass mich mal nachzählen: Kassenschiene, Gummi-Schiene, Aufbisschiene, Unterkieferschiene, Oberkieferschiene, Relaxionsschiene im UK, und dann hab ich es aufgegeben durch Schienen und einschleifen an Besserung zu glauben. Trag zwar noch die Oberkieferschiene zum Schutz der Zähne, aber gegen Schmerzen hilft sie nicht. Was mir noch fehlt wäre ein Jig, aber da finde ich hier keinen Zahnarzt, der die anfertigen kann und nicht zig Kilometer weit weg wohnt :( Bin gespannt auf die Schmerztherapie, soll angeblich "ganzheitlich" sein, ehrlich gesagt schwant mir jetzt schon böses, wenn man so manche Geschichten hört, wo einige durch Kollektivversagen "interdisziplinärer" Teams in der Klapse gelandet sind. Hab mir vorgenommen mich nicht groß auf Experimente einzulassen, wenn die Chemie nicht stimmt, quäle ich mich da nicht durch.

@ dentine: Du hast natürlich recht, es gibt keine 4d-Vermessung, darum auch mein ironisch gemeinter Kommentar zur vierten Dimension. Obschon ich mich manchmal frage, falls es eine gibt, einige Ärzte gehörten auf jeden Fall dahin verbannt. Dass die 3d-Vermessung nur bis zum Hals geht, und dort sogar noch durch winzige Häärchen verfälscht wird, hat der Zahnarzt dann auch gemerkt, natürlich nachdem mich der Otho-Kollege schon abkassiert hatte...
Jackie
Mitglied
 
Beiträge: 11
Registriert: Sonntag, 09. Dezember 2012, 17:53:17

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon Nuuli » Montag, 07. Januar 2013, 21:59:31

@Jackie

Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man glatt sein Späßeken damit treiben - es käme bei all unseren Schienen ein gut ausgebautes Schienensystem zustande. ;)

Hhm, bzgl. Jig-Schiene: Das war die einzige Schiene, die mein ZA sozusagen aus dem Handgelenk geschüttelt hat: auf eine ganz stinknormale laborgefertigte OK-Tiefziehschiene hat er im Frontzahnbereich live und in Farbe mit Flüssigkunststoff den Jig "draufgedübelt", gehärtet und sodann eingeschliffen und poliert. Ich war baff, wie schnell das ging. :shock:

Nuuli
Nuuli
 

Re: kritische Betrachtung zur Interdisziplinarität

Beitragvon Jackie » Dienstag, 08. Januar 2013, 14:38:39

@ Nuuli: Wir sollten unsere Schienen echt mal sammeln und der Deutschen Bahn ein Angebot machen :D
Das ist ja interessant. Ich hab nämlich auch schon überlegt, ob ich aus einer meiner Schienen aus der Kollektion nicht selbst eine Jig basteln kann. Die zeichnet sich doch dadurch aus, dass sie nur an den Frontzähnen Kontakt hat, oder? Vielleicht könnte ich bei einer anderen Schiene den Seiten- und Backenzahnkontakt wegschleifen!?!
Jackie
Mitglied
 
Beiträge: 11
Registriert: Sonntag, 09. Dezember 2012, 17:53:17

Nächste

Zurück zu Gespräche live und in Farbe

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron